CVE-2026-89035: MikroTik RouterOS, WebFig-Anmeldung umgehbar
Diese Woche
Innerhalb von sieben Tagen den Zugang einschränken und das Update einspielen, sobald es erscheint.
Grundlage der Stufe: Über das Netzwerk angreifbar · Keine Ausnutzung belegt · Noch kein Update
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Wer einen MikroTik-Router betreibt, sollte klären, ob dessen Weboberfläche WebFig erreichbar ist. Gestohlene Sitzungstoken können dort wiederverwendet werden, eine reparierte Version ist uns noch nicht bekannt.
9,1 von 10, kritisch
7,4 nach CVSS 3.1
Nicht als ausgenutzt gelistet
Wahrscheinlichkeit in 30 Tagen: 0,27 % (EPSS)
Noch keine Reparatur bekannt
Unsere Einschätzung
- VerbreitetEinschätzung von ByePast, wie häufig Betriebe mit 10 bis 250 Mitarbeitenden das Produkt einsetzen. Die Stufe oben gilt für jeden, der es einsetzt.
Nach unserer Einschätzung ist die Lücke ernst zu nehmen, aber nicht akut. Der Datensatz bewertet den Angriff als schwierig (CVSS 7,4), und eine Ausnutzung ist nicht belegt (CISA-Liste leer). Die Wahrscheinlichkeit für Angriffe in den nächsten 30 Tagen liegt bei 0,27 Prozent (Perzentil 19). Eine reparierte Version ist bisher nicht bekannt, deshalb sollten Sie den Zugriff auf die Weboberfläche zeitnah einschränken.
Wer betroffen ist
Betriebe, die MikroTik-Router mit RouterOS bis 7.23.6 oder in den Versionen 7.24.0 bis 7.24.5 einsetzen und deren Weboberfläche WebFig erreichbar ist. Das gilt auch für Router, die ein IT-Dienstleister für Sie betreibt.
Mögliche Lösung
- 01Router mit RouterOS im Betrieb erfassen und die installierte Version notieren.
- 02Prüfen, ob die Weboberfläche WebFig aus dem Internet oder aus ungeschützten Netzen erreichbar ist.
- 03Zugriff auf die Verwaltung auf ein internes Verwaltungsnetz oder auf feste Adressen beschränken, falls WebFig nicht dauerhaft benötigt wird.
- 04Beim Hersteller MikroTik regelmäßig nach einer korrigierten RouterOS-Version suchen und sie nach Freigabe einspielen.
- 05Administratorkonten und Passwörter prüfen und bei Auffälligkeiten ändern, außerdem die Router-Protokolle auf unbekannte Anmeldungen ansehen.
Betreut ein externer Dienstleister Ihre Technik, schicken Sie ihm diesen Text unverändert.
Es geht um die Sicherheitslücke CVE-2026-89035 in MikroTik RouterOS: Die Anmeldung an der Weboberfläche WebFig lässt sich mit gestohlenen Sitzungstoken umgehen. Bitte kümmern Sie sich diese Woche darum. Prüfen Sie bitte, ob bei uns MikroTik-Router laufen, ob es RouterOS bis 7.23.6 oder 7.24.0 bis 7.24.5 ist und ob WebFig erreichbar ist. Der CVE-Eintrag nennt noch keine reparierte Version, Sie sehen sie bitte beim Hersteller nach. Beschränken Sie bis dahin den Zugriff auf WebFig auf ein internes Verwaltungsnetz oder feste Adressen. Bitte geben Sie mir kurz Rückmeldung. Details: https://cve.byepast.de/cve-2026-89035-routeros
Worum es geht
Ist Ihr MikroTik-Router von außen oder aus dem Firmennetz über die Weboberfläche erreichbar? Genau diese Frage sollten Sie jetzt klären. Die Lücke CVE-2026-89035 betrifft RouterOS, das Betriebssystem der MikroTik-Router. Betroffen ist die Weboberfläche WebFig, über die man den Router im Browser verwaltet.
Laut Beschreibung können Angreifer die Anmeldung umgehen, indem sie einen abgefangenen Sitzungstoken erneut verwenden. Ein Sitzungstoken ist eine Art digitaler Ausweis, den der Router nach der Anmeldung vergibt. Wer ihn besitzt, gilt als angemeldet. Als Schwachstellentyp ist CWE-613 genannt, also unzureichend begrenzte Gültigkeit einer Sitzung.
Die Beschreibung nennt RouterOS bis Version 7.24.5. Der Hersteller des Hinweises (VulnCheck) führt als betroffen RouterOS bis 7.23.6 sowie die Versionen 7.24.0 bis 7.24.5 auf.
Wie die Schwachstelle funktioniert
Der Router erzeugt die Token mit einer Funktion namens makeSessionKey. Sie verwendet feste Zusatzwerte und bezieht weder die konkrete Verbindung noch die einzelne Sitzung ein. Damit ist ein Token nicht an die Verbindung gebunden, in der er entstanden ist.
Der Benutzerdienst des Routers prüft den Token außerdem nur gegen den Speicher der Anmeldungen. Er prüft nicht, ob der Token über die richtige Verbindung kommt. Ein gestohlener Token funktioniert deshalb auch in einer neuen, verschlüsselten Sitzung.
Die Folge ist laut Beschreibung dauerhafter Administratorzugriff, bis der Token-Speicher ausdrücklich geleert wird. Ein Angreifer könnte dann Einstellungen lesen und ändern.
Die Lücke baut auf CVE-2025-61481 auf. Diese frühere Meldung beschrieb die zugrunde liegende Schwäche im Transportweg, ohne dass es dazu eine Korrektur gab.
Wo MikroTik im Mittelstand läuft
MikroTik-Router sind preisgünstig und flexibel. Man findet sie als Internetzugang in kleinen Betrieben, in Filialen, als Router an Außenstandorten und als WLAN- oder VPN-Gerät. Oft hat sie ein früherer Dienstleister oder ein Mitarbeiter mit Technikinteresse eingerichtet. Dann fehlt häufig eine Dokumentation, und niemand pflegt die Updates.
Gerade deshalb lohnt eine Bestandsaufnahme: Welche Geräte stehen im Einsatz, welche Version läuft darauf, und wer darf sie verwalten?
Wie Sie herausfinden, ob Sie betroffen sind
Melden Sie sich am Router an und lesen Sie die RouterOS-Version aus. Liegt sie bei 7.23.6 oder darunter, oder zwischen 7.24.0 und 7.24.5, fällt das Gerät in den genannten Bereich. Klären Sie danach, ob WebFig im Netzwerk oder sogar aus dem Internet erreichbar ist. Ihr IT-Dienstleister kann das für Sie prüfen.
Beachten Sie: Die Felder zu betroffenen und reparierten Produkten im Datensatz sind leer. Das heißt nicht, dass Ihr Gerät sicher ist. Es heißt nur, dass bisher keine Quelle eine Reparatur meldet.
Ein Angreifer braucht zuerst einen gültigen Token, also muss er eine Sitzung abfangen. Der Datensatz bewertet das als schwierig (Angriffskomplexität hoch). Ein Angriff ginge aber über das Netzwerk, ohne Anmeldung und ohne Zutun eines Nutzers.
Einordnung der Kennzahlen
Der Datensatz nennt einen CVSS-Wert von 7,4 (hoch). CVSS ist eine Skala von 0 bis 10 für die Schwere einer Lücke. Der Hinweis von VulnCheck nennt für die Version 4 des Verfahrens dagegen 9,1 (kritisch). Beide Werte zeigen: Vertraulichkeit und Integrität sind stark betroffen, die Verfügbarkeit nicht.
Der EPSS-Wert schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs in den nächsten 30 Tagen auf 0,27 Prozent (Perzentil 19). Das ist niedrig im Vergleich zu anderen Lücken. In der Liste der aktiv ausgenutzten Lücken der US-Behörde CISA ist die Lücke nicht aufgeführt.
Welche Schritte wir empfehlen, steht im Block zur möglichen Lösung. Bei Inventur und Updates Ihrer Router kann ByePast Sie unterstützen.
Hilfe bei Inventur und Updates
Wir prüfen, welche Ihrer Systeme betroffen sind, und spielen Updates ein, vor Ort im Ruhrgebiet und in Neckar-Alb oder per Fernwartung.
Kurzinfo
- CVE-2026-89035
- kritisch (CVSS 4.0: 9,1); hoch (CVSS 3.1: 7,4)
- über das Netzwerk, ohne Anmeldung, ohne Zutun eines Nutzers, unter erschwerten Bedingungen
- CVSS:3.1/AV:N/AC:H/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:H/A:N
- nicht im CISA-Katalog aktiv ausgenutzter Lücken gelistet
- 0,27 Prozent Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen (Perzentil 19)
- CWE-613
- im Datensatz noch keinem Produkt zugeordnetWer betroffen ist, steht unter „Unsere Einschätzung“
- noch keine reparierte Version gemeldet
- 21.10.2026, zuletzt geändert 22.10.2026
- MikroTik RouterOS through 7.24.5 contains a session token replay vulnerability in the WebFig interface that allows attackers to bypass authentication by replaying captured session tokens across new ECDH sessions. The makeSessionKey function in libucrypto.so generates tokens using fixed salts without incorporating channel-specific or session-specific input, and the user service validates tokens against the login store without verifying channel context, enabling stolen tokens to grant persistent administrative access until the token store is explicitly cleared. This vulnerability extends the impact of CVE-2025-61481, which identified the underlying transport-layer exposure without a corresponding fix.
- NVD (National Vulnerability Database), FIRST.org EPSS (CC BY 4.0), aufbereitet über TridentStack
Quellen und Hinweise
Referenzen
Belege aus Herstellerhinweisen
- Betroffen laut Hinweis: RouterOS bis 7.23.6 sowie 7.24.0 bis 7.24.5 vulncheck.com/advisories/mikrotik-routeros-webfig-session-…
- Der Hinweis nennt CVSS 9,1 (kritisch) mit Vektor der Version 4, Vertraulichkeit und Integrität hoch, Verfügbarkeit nicht betroffen vulncheck.com/advisories/mikrotik-routeros-webfig-session-…
Datenquellen
NVD (National Vulnerability Database), FIRST.org EPSS.
Auf Grundlage von Daten der National Vulnerability Database (NVD) des NIST, der EPSS-Werte von FIRST.org und des Katalogs aktiv ausgenutzter Lücken der CISA. This product uses the NVD API but is not endorsed or certified by the NVD. CVE-Einträge: Copyright © 1999-2026, The MITRE Corporation, genutzt gemäß den CVE Terms of Use. CVE ist eine Marke der MITRE Corporation.
Hinweis
Dieser Bericht ist die Einschätzung von ByePast zum genannten Datenstand: wie dringend die Lücke für einen Betrieb ohne IT-Abteilung ist und was Sie selbst tun oder an Ihren IT-Dienstleister weitergeben. Die Fakten stammen aus den genannten Datenquellen und den verlinkten Hinweisen des Herstellers, den Text schreibt ein Sprachmodell nach unseren Regeln. Der Bericht ersetzt weder die Sicherheitshinweise des Herstellers noch eine Prüfung Ihrer eigenen Systeme, maßgeblich sind die verlinkten Herstellerangaben. Einen Fehler melden Sie bitte über den Verweis darunter, wir korrigieren ihn.
