CVE-2026-50053: Zimbra Collaboration Suite, Classic Web Client
Diese Woche
Innerhalb von sieben Tagen den Zugang einschränken und das Update einspielen, sobald es erscheint.
Grundlage der Stufe: Über das Netzwerk angreifbar · Keine Ausnutzung belegt · Noch kein Update
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- Diese Woche
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- Beobachten
In Zimbra lassen sich über die Adresse /h/* interne Anfrageattribute von außen setzen. Zusammen mit einer zweiten Lücke kann ein Angreifer Code im Browser eines angemeldeten Nutzers ausführen.
8,7 von 10, hoch
Nicht als ausgenutzt gelistet
CISA-Katalog
Noch keine Reparatur bekannt
Unsere Einschätzung
- Eher seltenEinschätzung von ByePast, wie häufig Betriebe mit 10 bis 250 Mitarbeitenden das Produkt einsetzen. Die Stufe oben gilt für jeden, der es einsetzt.
Nach Einschätzung von ByePast gehört die Lücke in die Stufe "diese Woche": Sie ist über das Netzwerk angreifbar, ein einfaches Benutzerkonto genügt, und es ist keine Ausnutzung belegt (die CISA führt die CVE nicht in ihrem Katalog aktiv ausgenutzter Lücken). Ein Nutzer muss allerdings mitwirken, und der Angriff braucht eine zweite Lücke. Das dämpft das Risiko, hebt es aber nicht auf. Der Wert 8,7 nach CVSS 3.1 stützt diese Einschätzung.
Wer betroffen ist
Betriebe, die Zimbra Collaboration Suite selbst betreiben oder bei einem Dienstleister betreiben lassen, vor allem mit aktivem Classic Web Client. Die Beschreibung nennt ZCS 10.1.16 und 10.1.17 ausdrücklich. Ob weitere Versionen betroffen sind, geht aus dem Datensatz nicht hervor.
Mögliche Lösung
- 01Prüfen Sie, ob Ihr Betrieb Zimbra Collaboration Suite einsetzt, und lassen Sie sich die installierte Version nennen.
- 02Lesen Sie auf dem Server mit zmcontrol -v die Version aus und stellen Sie fest, ob es 10.1.16 oder 10.1.17 ist.
- 03Aktualisieren Sie ZCS 10.1.16 auf 10.1.17, weil diese Version laut Beschreibung die Angriffskette zum Einschleusen von Code blockiert.
- 04Beschränken Sie den Zugriff auf den Classic Web Client, wenn Sie ihn nicht brauchen, zum Beispiel per VPN oder Freigabe nur für bekannte Netze.
- 05Beobachten Sie die Zimbra Security Advisories und spielen Sie eine Version ein, sobald der Hersteller die Ursache behebt.
Betreut ein externer Dienstleister Ihre Technik, schicken Sie ihm diesen Text unverändert.
Es geht um die Sicherheitslücke CVE-2026-50053 in der Zimbra Collaboration Suite (Classic Web Client). Bitte kümmern Sie sich diese Woche darum. Prüfen Sie, ob und in welcher Version Zimbra bei uns läuft, zum Beispiel mit zmcontrol -v auf dem Server. Der CVE-Eintrag nennt 10.1.16 und 10.1.17 ausdrücklich. Bei 10.1.16 bitte auf 10.1.17 aktualisieren, weil diese Version die beschriebene Angriffskette blockiert. Eine Version, die die Ursache behebt, nennt der CVE-Eintrag noch nicht, bitte sehen Sie beim Hersteller nach. Falls wir den Classic Web Client nicht brauchen, beschränken Sie den Zugriff, etwa per VPN. Bitte geben Sie mir kurz Rückmeldung. Details: https://cve.byepast.de/cve-2026-50053-zimbra-collaboration-suite
Worum es geht
Für CVE-2026-50053 nennt der Datensatz keine reparierte Version. Es gibt also kein Update, das die Ursache nachweislich beseitigt. Die Lücke steckt in der Zimbra Collaboration Suite (ZCS), einer Mail- und Groupware-Lösung. Betroffen ist der Classic Web Client, die klassische Weboberfläche für Postfach und Dokumente.
ZCS 10.1.17 verändert die Lage nur teilweise. Laut Beschreibung blockiert diese Version die Angriffskette zum Einschleusen von Code, weil sie die Darstellung von Dokumenten ändert. Die eigentliche Schwäche, das Überschreiben von Anfrageattributen, bleibt aber bestehen.
So prüfen Sie, ob Sie betroffen sind
Klären Sie zuerst, ob Zimbra bei Ihnen überhaupt läuft. Fragen Sie dazu Ihre IT oder Ihren Hoster, ob E-Mail und Kalender über Zimbra laufen. Typisch ist eine Webadresse, unter der Mitarbeitende sich mit einer Zimbra-Anmeldemaske einloggen.
Die Versionsnummer lesen Sie auf dem Server mit dem Befehl zmcontrol -v aus. Die Ausgabe zeigt die installierte Release. Steht dort 10.1.16, ist die in der Beschreibung genannte Angriffskette möglich. Bei 10.1.17 ist diese Kette laut Beschreibung blockiert, die Schwäche im Kern bleibt. Für andere Versionen liefert der Datensatz keine Aussage, hier hilft nur Rückfrage beim Hersteller.
Prüfen Sie außerdem, ob der Classic Web Client erreichbar ist. Die betroffenen Anfragen laufen über Adressen, die mit /h/ beginnen.
Wo Zimbra im Mittelstand läuft
Zimbra nutzen eher Betriebe, die ihre Mail nicht bei einem großen Cloud-Anbieter halten wollen. Häufig läuft es auf einem eigenen Server im Rechenzentrum oder bei einem regionalen Hoster. Oft betreut es ein externer Dienstleister, und die Inhaber kennen die Versionsnummer nicht. Deshalb lohnt die Frage nach dem Stand. ByePast schätzt, dass nur ein kleiner Teil der Betriebe mit 10 bis 250 Mitarbeitenden Zimbra einsetzt.
Wie die Schwachstelle funktioniert
Der Classic Web Client nimmt Anfragen an /h/* entgegen. Ein Filter namens RestFilter übernimmt dabei Werte aus der Webadresse und legt sie als interne Anfrageattribute ab. Es geht um ein Authentifizierungstoken (eine Art Eintrittskarte), ein Zielkonto, ein Zielobjekt und einen Weiterleitungszustand. Diese Attribute sind eigentlich nur für interne Abläufe gedacht. Weil der Filter sie auch bei Anfragen ohne Anmeldung setzt, kann ein Angreifer sie selbst vorgeben (CWE-642, Veränderung von Werten, die extern nicht steuerbar sein sollten).
Allein reicht das nicht. Zusammen mit CVE-2026-10632 auf ZCS 10.1.16 kann der Angreifer ein eigenes gültiges Token und Dokumentkennungen mitschicken. So führt er JavaScript in der angemeldeten Browsersitzung eines anderen Nutzers aus. Dieser Nutzer muss dafür mitwirken. Das lässt sich aus dem Vektor ablesen (UI:R).
Einordnung der Kennzahlen
Der Datensatz nennt einen Wert von 8,7 nach CVSS 3.1, Schweregrad hoch. Der Angriff läuft über das Netzwerk, ist technisch einfach und braucht ein einfaches Benutzerkonto. Er greift über die Grenzen der eigenen Sitzung hinaus (Scope Changed) und kann Vertraulichkeit und Integrität stark beeinträchtigen. Die Verfügbarkeit bleibt unberührt.
Ein EPSS-Wert liegt nicht vor. Die CISA führt diese CVE nicht in ihrem Katalog der aktiv ausgenutzten Schwachstellen. Eine Ausnutzung ist also nicht belegt. Technische Hintergründe beschreibt der verlinkte Beitrag von Rapid7. Wenn Sie bei der Inventur oder beim Update Unterstützung wünschen, kann ByePast helfen.
Hilfe bei Inventur und Updates
Wir prüfen, welche Ihrer Systeme betroffen sind, und spielen Updates ein, vor Ort im Ruhrgebiet und in Neckar-Alb oder per Fernwartung.
Kurzinfo
- CVE-2026-50053
- hoch (CVSS 3.1: 8,7)
- über das Netzwerk, mit einfachem Benutzerkonto, nur wenn ein Nutzer mitwirkt
- CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:L/UI:R/S:C/C:H/I:H/A:N
- nicht im CISA-Katalog aktiv ausgenutzter Lücken gelistet
- noch kein Wert
- CWE-642
- im Datensatz noch keinem Produkt zugeordnetWer betroffen ist, steht unter „Unsere Einschätzung“
- noch keine reparierte Version gemeldet
- 23.10.2026, zuletzt geändert 23.10.2026
- A request attribute override vulnerability in Zimbra Collaboration Suite (ZCS) allows unauthenticated requests to /h/* to populate servlet attributes intended for trusted internal dispatch. RestFilter copies URL parameters specifying an authentication token, target account, target item and dispatch state into the request attributes consumed by the Classic Web Client. Combined with CVE-2026-10632 on ZCS 10.1.16, this allows an attacker to supply their own valid token and document identifiers and execute JavaScript in another user's signed-in browser session. ZCS 10.1.17 blocks that XSS chain by changing the document renderer, but retains the request attribute override.
- NVD (National Vulnerability Database), aufbereitet über TridentStack
Quellen und Hinweise
Referenzen
- wiki.zimbra.com/wiki/Zimbra_Security_Advisories
- rapid7.com/blog/post/ve-breaking-zimbra-identity-bounda…
Belege aus Herstellerhinweisen
- Weitere Informationen des Herstellers und Hintergrundbericht wiki.zimbra.com/wiki/Zimbra_Security_Advisories
- Technische Hintergründe zur Zimbra-Schwachstellenkette rapid7.com/blog/post/ve-breaking-zimbra-identity-bounda…
Datenquellen
NVD (National Vulnerability Database).
Auf Grundlage von Daten der National Vulnerability Database (NVD) des NIST, der EPSS-Werte von FIRST.org und des Katalogs aktiv ausgenutzter Lücken der CISA. This product uses the NVD API but is not endorsed or certified by the NVD. CVE-Einträge: Copyright © 1999-2026, The MITRE Corporation, genutzt gemäß den CVE Terms of Use. CVE ist eine Marke der MITRE Corporation.
Hinweis
Dieser Bericht ist die Einschätzung von ByePast zum genannten Datenstand: wie dringend die Lücke für einen Betrieb ohne IT-Abteilung ist und was Sie selbst tun oder an Ihren IT-Dienstleister weitergeben. Die Fakten stammen aus den genannten Datenquellen und den verlinkten Hinweisen des Herstellers, den Text schreibt ein Sprachmodell nach unseren Regeln. Der Bericht ersetzt weder die Sicherheitshinweise des Herstellers noch eine Prüfung Ihrer eigenen Systeme, maßgeblich sind die verlinkten Herstellerangaben. Einen Fehler melden Sie bitte über den Verweis darunter, wir korrigieren ihn.
